Am 9. Verhandlungstag im Fall Alexander Renz kam Professor Dr. Michael Rösler, Direktor des Instituts für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie am Uniklinikum des Saarland zu Wort, und sieht Renz als voll schuldfähig.
Der Gutachter sieht in seinen Ausführungen die Gefahr, dass Renz eine vergleichbare Tat wiederholen könnte.
Das Gutachten gibt nur wenige Hinweise auf eine Tat im Affekt. Prozessbeobachter gehen davon aus, dass die Verteidigung auf Totschlag plädieren wird. Das Strafmaß läge hier zwischen fünf und 15 Jahren Haft.
Alexander Renz ließ zum Ende des Prozesstages über seinen Anwalt verlauten, knapp 50.000 Euro an die drei hinterbliebenen Kinder des Opfers Carmen Spielmann zu zahlen. In einer entsprechenden Vereinbarung, die im Gerichtssaal verlesen wurde, heißt es: “Der Übergeber regt an, das Geld für Ausbildungszwecke zu verwenden.”
Für den morgigen Mittwoch (16.06.2010) werden die Schlussplädoyers von Verteidigung und Staatsanwaltschaft erwartet.